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Zeitbestimmungen

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Ganz allgemeinesBearbeiten

Wer sich das Kapitel über die Umstandsbestimmungen des Ortes durchgelesen hat, wird sie sicher noch im Kopf haben, die Zahl 42. So viele "Fälle" existieren also im Ungarischen allein für die Kennzeichnung eines Ortes.

Zu diesen gesellen sich aber noch jene Suffixe und Postpositionen für Zeit- und Modalbestimmungen. Eine ganze Reihe bereits von den Ortsbestimmungen her bekannter Wendungen trifft man hier wieder an.
Das kennen wir so ähnlich auch im Deutschen, man denke nur mal an die viele Bedeutungen der Präposition "um".



Ein deutsches Problem namens "Mit was?"Bearbeiten

Zunächst aber zu einem Suffix, dass erstmal gar nichts mit der Zeit zu tun zu haben scheint.
Dazu vorher noch ein paar Bemerkungen.

Aus dem Deutschen ist uns folgendes Problem des Dativs bekannt: Wir können mit so ziemlich jeder Präposition des Dativs eine Frage stellen, die auf eine Person gerichtet ist: "Mit wem?", "Von wem?" "Bei wem?" etc.
Zwieschneidig aber wird es, wenn nach unbelebten Dingen gefragt werden soll. Da tauchen dann ganz schnell Fragen wie: "Mit was?", "Von was?", "Bei was?" etc. auf.

Grammatikalisch aber ist das falsch, denn "Was?" ist eine Frage nach dem Nominativ oder dem Akkusativ, nicht aber nach dem Dativ!

Die eigentlich korrekten Fragewörter bildet man ausgerechnet mit Hilfe von "Wo?", mit dem man eigentlich nach einem Ort fragt: "Womit?", "Wovon?", "Wobei?" etc.
Oftmals aber ist man in der Umgangssprache einfach zu faul, um diese Fragewörter anzuwenden und benutzt "Was?".

Wieder ein Fall für "RETTET DEM DATIV!".



Das Suffix für "mit": -val / -velBearbeiten

Im Ungarischen taucht dieses Problem nicht auf. Denn hier wird an die entsprechenden Fragewörter das benötigte Suffix angefügt.

Ki? - Wer?
Mi? - Was?

Kivel? - Mit wem?
Mivel? - Womit?

Und damit sei nun jenes oben erwähnte neue Suffix angesprochen, und zwar -val / -vel. Es drückt die Bestimmung eines Mittels oder einer Begleitung aus. Ihm entspricht im Deutschen zumeist die Präposition "mit".


Seine Anwendung aber ist ein wenig speziell. Bekanntes aber auch Neues mischen hier mit. Dazu ein paar Beispiele:

Jana is megjelenik barátjával. Auch Jana erscheint mit ihrem Freund.
Vonattal vagy autóbusszal utazunk. Wir fahren mit dem Zug oder dem Autobus.
Szemünkkel látunk, fülünkkel hallunk. Mit den Augen sehen wir, mit den Ohren hören wir.
Tollal írok. Ich schreibe mit dem Füller.

Im ersten Beispiel ist das Suffix ohne Probleme sichtbar.
Aber was ist in den drei weiteren Sätzen passiert?

Ganz einfach: das -v- wurde dem letzten Stammkonsonanten angeglichen.
Wird also -val / -vel einem Wort mit konsonantischem Auslaut angefügt, fällt das -v- weg und dafür verdoppelt sich der Endkonsonant des Objektwortes.

Allerdings: Dreifachkonsonanten tauchen im Ungarischen nicht auf. Steht also am Ende eines Wortes schon ein doppelter Konsonant, dann fällt das -v- ersatzlos weg.
Daher wird aus toll (der Füller) durch Anfügung des Suffixes -val das Wort tollal.

Diese Angewohnheit der Konsonantenangleichung bei -val / -vel ist noch gar nicht so alt. Es handelt sich hierbei um eine jener Modernisierungen, die die Sprachreformer im 18. und 19. Jahrhundert durchgesetzt haben. Nicht die Aussprache an sich wurde geändert sondern lediglich das Schriftbild der Aussprache angepasst.

Die persönlichen Formen von -val / -velBearbeiten

Selbstverständlich gibt es auch für -val / -vel persönliche Formen...

velem veled vele velünk veletek velük
mit mir mit dir mit ihm mit uns mit euch mit ihnen

und jene mit Betonung der Person:

énvelem teveled ővele mivelünk tiveletek ővelük

Diese Formen werden nur mit -vel gebildet. "valom", "valod" etc. sind also falsch!

-val / -vel in Verbindung mit den DemonstrativpronomenBearbeiten

Für die Demonstrativpronomen ez und az gibt es jeweils zwei Formen. Denn bekanntlich haben auch ez und az die Angewohnheit, ihren Endkonsonanten z dem Folgesuffix anzugleichen.

ez + vel wird zu ezzel oder evvel mit diesem, damit
az + val azzal oder avval mit jenem, damit

Unser deutsches "damit" allerdings hat zwei Bedeutungen.
Einmal als Pronomen, siehe oben stehende Tabelle, und einmal als Konjunktion zum Einleiten von Nebensätzen für Begründungen.

Die Ungarn unterscheiden beide Funktionen sehr genau und haben dafür zwei unterschiedliche Worte parat: hogy als Konjunktion und ezzel / evvel bzw. azzal / avval als Pronomen.


Die Mehrzahlformen dagegen tauchen wieder nur in einer Form auf.

ezek + vel wird zu ezekkel mit diesen
azok + val azokkal mit jenen



Übrigens haben die Sprachwissenschaftler auch für -val / -vel als Fall einen Namen gefunden: Instrumental.
Einen solchen gibt es übrigens auch im Russischen, der dortige 5.Fall, der aber nicht nur zur Bestimmung des Mittels oder einer Begleitung dient.


MIT der Zeit gehenBearbeiten

Aber warum nur hat der Autor dieser Seiten das Suffix -val / -vel in die Zeitbestimmungen eingeordnet?

Nun, wir kennen doch alle die Redewendung "mit der Zeit gehen"; manche tun es einfach aus Überzeugung, anderen bleibt nichts anderes übrig, als dem Zeitgeist zu folgen. Die Zeit wird in dieser Formulierung also als Begleitung instrumentalisiert.

Das ist im Deutschen sonst nur in einigen wenigen Fällen möglich, im Ungarischen aber taucht das Suffix -val / -vel sehr viel häufiger als Zeitbegleiter auf. Eine ganze Reihe vom Umstandsworten werden so gebildet:

éjjel nachts, in der Nacht; die Nacht
nappal bei Tag, tagsüber; der Tag
reggel morgens, am Morgen; der Morgen
ősszel im Herbst
tavasszal im Frühling
idővel mit der Zeit
ezúttal diesmal
egyúttal gleichzeitig
éjjel-nappal (bei) Tag und Nacht


Wofür wir im Deutschen also mal wieder aus verschiedenen Präpositionen die jeweils richtige aussuchen müssen, um auf der Höhe der Zeit zu sein, gibts im Ungarischen zumeist nur ein Suffix.



Die Bestimmung eines Zeitpunkes durch -korBearbeiten

Kommen wir damit zu den Suffixen, die in erster Linie oder ausschließlich benutzt werden, um Zeitpunkte zu bestimmen oder Zeitangaben machen zu können.

Wollen wir im Deutschen einen bestimmten Zeitpunkt wissen, dann fragen wir "Wann?".
Das entsprechende ungarische Fragewort lautet Mikor?.
Und aus diesem Fragewort kann man nun jenes Suffix ableiten, welches einen Zeitpunkt ausdrückt.
Denn an das bereits bekannte Fragewort Mi? wird einfach ein -kor angehängt.
Diesem Suffix entspricht im Deutschen die Präposition "um".



-kor ist ein Beispiel für ein Suffix, welches nur in einer Form existiert. Es wird also sowohl hoch- als auch tiefvokalischen Wörtern angefügt.
Außerdem ist hier zu beachten: wird -kor an Wörter mit -a und -e im Auslaut angefügt, wird dieser Endvokal NICHT gedehnt!

Dazu ein paar Beispiele:

két órakor
um zwei Uhr
kettőkor um zwei
6 óra 30 perckor um 6 Uhr 30
máskor ein andermal, sonst
valamikor einst, einmal
ilyenkor zu solcher Zeit



Persönliche Formen existieren für dieses Suffix nicht, sie ergäben keinen Sinn.

Für die Demonstrativpronomen ez und az existieren spezielle Formen. Diese aber werden nur als eigenständige zeitbestimmende Umstandswörter gebraucht:

ez + kor wird zu ekkor zu dieser Zeit; nun; da
az + kor akkor zu jener Zeit; dann; damals

Auch bei diesem Suffix sind sich die Sprachwissenschaftler einig, dass es sich um einen Fall handelt.
Sie bezeichnen ihn als "Temporal".



Zeitpunkte versus ZeiträumeBearbeiten

Zeitpunkte sind das eine, Zeiträume das andere.

Will man wissen, wann jemand nach Hause gehen wird, fragt man auf ungarisch:

Mikor mégy haza? - Wann gehst du nach Hause?

Man kann diese Frage aber auch sinngemäß anders stellen, indem man nicht nach dem Zeitpunkt des Aufbruchs sondern nach dem Zeitraum, der Zeitspanne bis dahin fragt:

Meddig maradsz még? - Bis wann bleibst du noch?

Und hier taucht nun jenes Suffix auf, welches für die Angabe von Abständen benutzt wird. Dabei können sowohl zeitliche als auch räumliche Abstände gemeint sein.

Meddig mész még? - Wie weit läufst du noch?



Das Suffix also, welches zur Angabe für derartige Abstände benutzt wird, lautet -ig. Seine deutsche Entsprechung ist das Wörtchen "bis".
Das Fragewort Meddig? steht demzufolge für "Wie weit?", "Wie lange?" oder "Bis wann?".

-ig ist übrigens noch ein Suffix, das nur in dieser einen Form existiert, also keine nach Vokalismus unterschiedliche Varianten aufweist. Und beim Gebrauch von -ig ist nun wieder die allgemeine Regel zu beachten, dass ein -a oder -e im Wortauslaut gedehnt wird.

Die Angabe von ZeitgrenzenBearbeiten

Zunächst zur Zeitbestimmung mit Hilfe von -ig.
Um einen Zeitraum anzugeben, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man gibt die Grenzen dieses Zeitraumes an oder aber die Zeitdauer, die diesen Zeitraum ausmacht.
Die folgenden Beispiele geben Zeitraumgrenzen an:

kettőtől négyig
von zwei bis vier
reggeltől estig vom Morgen bis zum Abend
Hat órától otthon leszek. Ab 6 Uhr werde ich zu Hause sein.
Vasárnapig még várok. Bis Sonntag warte ich noch.

Wie?
Im dritten Beispiel taucht gar kein -ig auf?
Richtig. Denn mit -ig kann man immer nur das Ende eines Zeitraumes bezeichnen.
Der Beginn eines Zeitraumes aber wird durch ein Suffix gekennzeichnet, was uns bereits von der Ortsbestimmung her bekannt ist: -tól/ -től.
Es entspricht im Zeitbezug unseren deutschen Präpositionen "von" oder "ab".


Nun noch ein Beispiel, in dem beide Zeitgrenzen angegeben sind:

De mit csinálsz délután öttől este nyolcig? Und was machst du von nachmittags fünf Uhr bis abends acht Uhr?

Es folgen zwei Beispiele für die reine Zeitdauer:

A vonat itt két percig áll.
Der Zug hält hier (für) zwei Minuten.
Egy évig várok. Ich warte ein Jahr (lang).

Dem Suffix -ig kommt also auch die Bedeutung für ein "lang" im Zeitbezug zu; es kann aber auch der deutschen Präposition "für" entsprechen, wenn diese sich auf Zeitangaben bezieht.

Die reine Zeitdauer wird im Deutschen aber nicht zwingend durch ein Umstandswort gekennzeichnet. "für" und "lang" können auch weggelassen werden, was das Übersetzen wiederum erschwert.

Des weiteren wird eine ganze Reihe von ungarischen Umstandswörtern mit -ig gebildet.

eddig
bis hierher, bis jetzt
addig bis dorthin, so weit; bis dahin, so lange
addig...ameddig so weit...bis, so lange...bis
míg, amíg so lange, während
mindig immer


Und nun noch ein paar Worte über die Ortsbestimmung mit Hilfe des Suffixes -ig.
Hier wird also bis zu einem bestimmten Ort eine Handlung ausgeführt oder aber es ist ein bestimmter Sachverhalt gegeben. Das kann sowohl wortwörtlich als auch im übertragenen Sinne gemeint sein:

Drezdától Budapestig von Dresden nach Budapest
Kérlek, kísérj el a sarokig! Begleite mich bitte bis an die Ecke!
Nyakig vagyok a munkában! Ich stecke bis zum Hals in Arbeit!

Ja, und warum sollte für -ig nicht auch das gleiche gelten, wie für -kor?
Gut, bei den Wissenschaftlern weiß man oft nie so genau, welche Ausnahmeregelung sie als nächstes aus dem Doktorhut zaubern. Aber für -ig hat man sich ebenfalls geeinigt: es handelt sich um einen eigenen Fall, und zwar den "Terminativ".

Wiederkehrende ZeitangabenBearbeiten

Gewisse Handlung haben die Angewohnheit, sich in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, ob das einem nun gefällt oder nicht. Für die entsprechenden Zeitabstände, innerhalb derer mit einer Wiederholung zu rechnen ist, haben wir im Deutschen die Endung "-lich". Sie formt die entsprechenden Adjektive.

Im Ungarischen lautet das entsprechende Suffix -nként, in wenigen Fällen auch -nta / -nte.

Dazu ein paar Beispiele:

percenként minütlich, jede Minute
óránként stündlich, jede Stunde
naponként, naponta täglich, jeden Tag
hetenként wöchentlich, jede Woche
havonként, havonta monatlich, jeden Monat
évenként, évente jährlich, jedes Jahr
reggelenként allmorgendlich, jeden Morgen
estenként allabendlich, jeden Abend
időnként von Zeit zu Zeit, hin und wieder, ab und zu
eleinte anfangs, in der ersten Zeit
régente einst

Im Deutschen würde man etwa fragen: "Wann ... wieder?"
Im Ungarischen entspricht dem das Fragewort "Mikor?", was bereits erwähnt wurde im Zusammenhang mit anderen Zeitangaben.

Und die Wissenschaftler haben auch diesem Suffix eine Fallbezeichnung zugeordnet. Sie sprechen hier vom "Distributiv temporal". Temporal deswegen, weil es sich auf die Zeit bezieht.


Nun stammt das Wort "Distributiv" vom lateinischen Begriff für "verteilen" ab. Es wird also in diesem Fall die Zeit verteilt.
Das Besondere ist hierbei, dass jene eher selten auftauchende Endsilbe -nta / -nte eben nur bei Zeitangaben auftaucht.

Der Distributiv kommt aber noch in anderer Hinsicht zum Zug, und zwar bei der Bestimmung der Art und Weise. Will man ausdrücken, dass zum Beispiel jedem Mitglied einer Gruppe, jedem Bewohner eines Landes, oder jeder Pflanze in einem Gewächshaus etwas bestimmtes zusteht, kommt auch wieder das Suffix -nként ins Spiel.


fejenként pro Kopf
kilónként pro Kilo
páronként paarweise
egyenként einzeln

Der deutschen Frage "Wie?", die sich nach der Art und Weise erkundigt, entspricht im Ungarischen die Frage Hogy? oder auch Hogyan?
Aber dazu an anderer Stelle mehr.

ZeitabschnitteBearbeiten

Zurück zu den Zeitbestimmungen.
Ist eine bestimmte Handlung am Laufen, ist man oft auch interessiert, wie lange das denn nun schon so geht. Nun könnte man auch hier wieder eine Frage mit Meddig? bilden, entsprechend seiner Bedeutung für "Wie lange?". Allerdings würde der Gefragte hier als Antwort den Zeitraum nennen.

Will man aber den genauen Zeitpunkt des Beginns wissen, muss man dann entweder nachrechnen - und rechnen ist ja für viele so schwer - oder aber man fragt im Deutschen "Seit wann?".
Im Ungarischen steht dafür die Frage Mióta?


Nun dürfte es nicht schwer fallen herauszufinden, welcher Teil des Fragewortes Mióta? die Bedeutung der deutschen Präposition "seit" in sich trägt.
óta ist allerdings kein Suffix sondern zur Abwechslung mal wieder eine Postposition.
Ab und zu aber wird mit Hilfe von óta auch ein eigenständiges Wort abgeleitet.

Ein paar Beispiele zum Gebrauch von óta:

régóta seit langem
egy hét óta vor einer Woche
a háború óta seit dem Krieg
Amióta itt vagyok, már kétszer beteg voltam. Seitdem ich hier bin, war ich schon zweimal krank
Azóta sok idő eltelt. Seitdem ist viel Zeit vergangen.


Anscheinend ist man bei solchen Zeitangaben im Ungarischen sehr kreativ gewesen. Denn anstelle von óta kann man auch noch auf folgende Weise einen Sachverhalt ausdrücken, der in der Vergangenheit begann und nun noch andauert oder gerade seinen Abschluss findet:

Két hónapja várok tőle levelet, de ma végre megkaptam. Seit zwei Monaten warte ich auf einen Brief von ihr, und heute ist er endlich angekommen.
Két éve nem láttalak. Seit zwei Jahren habe ich dich nicht gesehen.

Dem Zeitbegriff wird also statt óta ein Besitzerzeichen der 3.Person angefügt. Das kürzt den Satz ein klein wenig ab.

Wohlgemerkt: die Handlung muss in der Vergangenheit begonnen haben und in die Gegenwart hinein reichen. Dies wird im Satz durch das Präsens gekennzeichnet.

Stünde das Verb in solchen Sätzen im Präteritum, ergäbe sich ein anderer Sinn: "Vor zwei Monaten habe ich auf einen Brief von ihr gewartet, und heute ist er endlich angekommen."
Dies stellt eine Alternative zur Zeitbestimmung durch -val/-vel + ezelőtt dar. Aber dazu im späteren Verlauf mehr.


Zeitabschnitte, die in die Zukunft gehen


Eine weitere Möglichkeit der Zeitangabe besteht darin, nach einem Zeitpunkt in der Zukunft zu fragen, zu welchem ein bestimmtes Ereignis stattfinden wird oder soll.
Auch hierfür benutzen wir im Deutschen das Fragewort "Wann?", etwa so: "Wann fängt der Film endlich an?"
Auch im Ungarischen benutzt man hier wieder das Fragewort Mikor?, um eine derartige Frage zu stellen.

Es besteht aber sowohl im Deutschen als auch im Ungarischen noch eine zweite Möglichkeit, eine solche Frage zu stellen.
Etwa so: "Nach wie vielen Jahren wird man Dich wieder rauslassen?" oder "In wie vielen Jahren wird man Dich wieder rauslassen?"
Im Ungarischen lautet die entsprechende Frage: Hány év múlva engednek ki?

Den hier benutzten deutschen Präpositionen "in" und "nach" entspricht also im Ungarischen das Wort múlva. Es handelt sich also wieder um eine Postposition. Auch hierzu wieder ein paar Beispiele:

egy hét múlva in (nach) einer Woche
két óra múlva in (nach) zwei Stunden
Öt perc múlva két óra. In fünf Minuten ist es 2 Uhr.



Das ungarische "während"Bearbeiten

Will man ausdrücken, dass sich etwas ereignet zu einem Zeitpunkt, zu welchem eine andere Handlung gerade am Laufen ist, benutzt man dazu im Deutschen die Präposition "während". Und das ist eine jener Präpositionen, die eigentlich den Genitiv verlangt, aber durch den Dativ in der Umgangssprache verdrängt wird.
Ab und zu wird statt "während" die Präposition "bei" benutzt, die ja eindeutigen Dativ-Charakter hat.


Dieser Präposition entspricht nun im Ungarischen die Postposition közben.
Und dieses Wort setzt sich aus den Silben köz- und -ben zusammen, welche von Ortsbestimmungen her bekannt sein könnten.
Ersteres ist der Stamm der Postpositionen für "zwischen", letzteres steht für "sich-in-etwas-befinden".

Somit kann közben auch mit "inzwischen" übersetzt werden. Doch handelt es sich dabei im deutschen Bedeutungsgefüge um ein Adverb und nicht um eine Präposition.

Die entsprechenden Frageworte im Ungarischen hierfür lauten Miközben? oder aber einmal mehr Mikor?.
Im Deutschen gibt es hier nur das Fragewort "Wann?"

Auch mit Hilfe von közben werden einige eigenständige Umstandswörter abgeleitet. Es folgen ein paar Beispiele für die Anwendung von közben:

előadás közben während der Vorstellung
Evés közben jön meg az étvágy. Beim Essen kommt der Appetit.
menet közben während der Fahrt; im Gehen
útközben unterwegs
eközben, aközben unterdessen, währenddessen



Alternativen zu közbenBearbeiten

Anstelle von "während" sagt man im Deutschen auch mal "im Laufe". Dem entsprechen im Ungarischen die Postpositionen során und folyamán. Sie sind in ihrer Bedeutung gleichwertig, können also gegeneinander ausgetauscht werden.

a tárgyalások során
a tárgyalások folyamán
im Laufe der Verhandlungen


közben, során und folyamán stehen nun für ein "während", dass sich auf eine Handlung bezieht, in deren Verlauf etwas bestimmtes passiert.

Da fällt es nun etwas schwer, eine Abgrenzung zur Postposition alatt zu finden, die ebenfalls mit "während", "im Laufe von" oder "in" übersetzt werden kann.
alatt ist bereits bekannt als Ortsbestimmung "sich-unter-etwas-befinden". Das hilft uns Deutschen hier aber nicht viel weiter, den Unterschied zwischen közben, során und folyamán einerseits und alatt andererseits herauszufinden.

Während die drei eben behandelten Postpositionen stets einen Ausschnittscharakter aus einer bestimmten Handlung haben, bezieht sich alatt immer auf die gesamte Zeitspanne.
Dazu ein Beispiel:

Az előadás folyamán egyszer csak dörgött! Während der Vorstellung krachte es auf einmal!
Az (egész) előadás alatt ő csak aludt. Während der (gesamten) Vorstellung hat er/sie nur geschlafen.




Auch zu múlva besteht eine starke Ähnlichkeit:

Kérem önt nyolc nap múlva jöjjön még egyszer. In/Nach acht Tagen kommen Sie bitte noch einmal vorbei.
Nyolc nap alatt azt megcsináltam. In acht Tagen werde ich das geschafft haben.


múlva drückt also eine Handlung aus, die nach einer bestimmten Zeitspanne zu tätigen ist, ein gewisser Nachdruck ist vorhanden; alatt dagegen wird benutzt, wenn eine Handlung innerhalb einer Zeitspanne ausgeführt werden soll, die eher auf einer Einschätzung beruht.



Geschätzte ZeitangabenBearbeiten

Aber nicht immer ist uns ein genauer Zeitpunkt bekannt und man muss daher die Zeitangabe schätzen oder Rundungsangaben machen. Dem entspricht die deutsche Präposition "um...herum". Die ungarische Bedeutung dafür in Bezug auf Orte sollte noch bekannt sein: körül.

Und genau diese Postposition kommt auch hier zum Zuge.
Allerdings nicht nur.
Denn oft wird statt körül auch eine der folgenden Postpositionen benutzt: tájban, táján, tájt.

táj bedeutet eigentlich "Gegend" oder "Region". Die erwähnten Postpositionen lauten also wortwörtlich im Deutschen "in der Gegend", "auf der Region", "die Region betreffend".


Im Prinzip ist es egal, ob man körül oder eine der táj-Formen benutzt. Sie sind gleichwertig.
körül steht mehr für eine rationale Aussage, passt daher also eher zu Uhrzeit-Angaben. Die táj-Formen dagegen sind bildhafte Sprache, passen also eher für Zeitangaben wie "um die Weihnachtszeit".

Auch hierzu nun einige Beispiele:

nyolc óra tájban
nyolc óra körül
etwa um acht Uhr
húsvét táján um die Osterzeit
éjfél körül
éjfél tájban
éjfél tájt
ungefähr um Mitternacht



Eine der wenigen Wettervorhersagen, die nie verkehrt sein wird, lautet ja: "Gegen Abend ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen."
Das Herannahen einer Tageszeit wird also im Deutschen mit Hilfe der Präposition "gegen" ausgedrückt, die auch für Ortsbestimmungen benutzt wird - da dann oft auch in der gekürzten Version "gen".

Der ungarische Ausdruck für das Voranschreiten in eine bestimmte Richtung ist bereits bekannt: felé.
Und diese Postposition wird auch für das Anbrechen einer bestimmten Zeit benutzt.

este felé gegen Abend
éjfél felé gegen Mitternacht

Also: Este felé erősödő sötétséggel kell számolnia.

Vorgänge(r) und Nachfolge(r)Bearbeiten

Sehr häufig im Gebrauch sind Zeitausdrücke, die für etwas Vorangegangenes oder etwas Nachfolgendes stehen.
Man denke an Worte wie "Vormittag / Nachmittag", "vorgestern", "übermorgen" etc.

In diesen Fällen werden aus den Präpositionen "vor", "über" und "nach" Vorsilben, also Präfixe. In vielen Fällen aber sind derartige Ausdrücke keine eigenständigen Worte; somit tauchen die Präpositionen wieder in ihrer eigentlichen Form auf: "nach dem Essen", "vor dem Aufstehen" etc.


Im Ungarischen werden diese Bestimmungen durch die Postpositionen előtt und után ausgeführt. előtt ist bereits bekannt als Postpositionen für die Ortsbestimmung "sich-vor-etwas-befinden". után steht für ein dem entsprechendes "nach".

So sagt man zu "vorgestern" auf ungarisch tegnap előtt - logisch!
Und dieser Logik folgt die Bildung des Wortes für jenen Tag, der auf "morgen" folgt: hólnap után - "(der Tag)nach morgen" zu deutsch.
Aber wir Deutschen sagen stattdessen "übermorgen"!

Ein paar weitere Beispiele:

előadás előtt vor dem Vortrag
előadás után nach dem Vortrag
újév előtt vor Neujahr
újév után nach Neujahr
két óra előtt vor zwei Uhr
két óra után nach zwei Uhr


Auch für előtt und után gilt wieder, dass aus ihnen in einigen Fällen eigenständige Worte hervorgegangen sind.

délelőtt vormittags, der Vormittag
délután nachmittags, der Nachmittag
ezelőtt früher
azelőtt einst
ezután von nun an
azután dann



Absolute versus relative ZeitangabenBearbeiten

Das Relativpronomen mi (was, welches) kann ebenfalls diese beiden Suffixe annehmen.

mielőtt bevor, ehe
Mielőtt elmégy, csinálj rendet! Bevor du fortgehst, räume auf!
miután nachdem
Miután rendet csinált, elment. Nachdem er aufgeräumt hatte, ging er fort.

Wenn nun mittlerweile eine Stunde vergangen ist seit der Aufforderung, Ordnung zu machen und immer noch nichts geschehen ist, sagt man im Deutschen:
"Vor einer Stunde habe ich ihm gesagt..."

Auch für diese Formulierung braucht man im Ungarischen die Postposition előtt. Doch előtt allein kann nur dann benutzt werden, wenn eine unabhängige - eindeutige - Zeitangabe gemacht werden kann.

"vor ein Uhr" ist eindeutig, "vor einer Stunde" dagegen nicht mehr, es sei denn, man erwähnt konkret, dass es sich auf die Gegenwart bezieht. Wir Deutschen fügen dann ein "noch" oder "schon" an, lassen es aber oft weg.
Hinzu kommt, dass das ungarische Wort óra sowohl "Stunde" als auch "Uhr" bedeutet.

Im Ungarischen also wird auf Grund der Eindeutigkeit die relative Zeitangabe zunächst mit dem Suffix -val / -vel versehen und dann taucht das Wort ezelőtt im Satz auf.
Man denke daran: -val / -vel passt nach konsonantischem Auslaut sein v dem Endkonsonanten an!

egy órá előtt vor ein Uhr
egy órával ezelőtt vor einer Stunde
Két héttel ezelőtt még hideg volt. Vor zwei Wochen war es noch kalt.



Eine weitere Möglichkeit, diesen Sachverhalt auszudrücken besteht mit Hilfe der Besitzerzeichen der 3.Person Einzahl und dem Verb im Präteritum.

Két hete vettem ezt a könyvet. Vor zwei Wochen habe ich dieses Buch gekauft.
Egy órája, hogy elment. Es ist eine Stunde her, seit er fortgegangen ist
Két napja, hogy nem evett semmit. Seit zwei Tagen schon isst er nichts mehr.
Tíz éve is van már annak, hogy elhagyta az országot. Es sind wohl schon zehn Jahre her, dass er dass Land verlassen hat.



Der kleine Unterschied zwischen után und múlvaBearbeiten

Kurze Wiederholung: was ist nochmal der Unterschied zwischen után und múlva?
Da beides von billigen Wörterbüchern mit "nach" ins Deutsche übersetzt wird und auf Zeitangaben bezogen ist, passiert es sehr oft, dass diese Formen falsch benutzt werden.

Aber es gibt eine recht einfache Hilfestellung:

Kann man bei Zeitausdrücken ein "nach" durch ein "in" ersetzen, verwendet man im Ungarischen múlva. Ansonsten benutzt man után.

három hét múlva nach drei Wochen; in drei Wochen
az ebéd után nach dem Mittagessen



ZwischenzeitenBearbeiten

So, wie man sich ortsbestimmungsgemäß zwischen zwei Stühlen und - damit im übertragenen Sinne auch in großen Schwierigkeiten - befinden kann, ist es ebenso möglich, zeitbestimmungsgemäß zwischen zwei Terminen in Hektik zu kommen, wenn dieser Zeitzwischenraum zu kurz bemessen ist.

Wo wir in beiden Fällen im Deutschen die Präposition "zwischen" benutzen, kann im Ungarischen in beiden Fällen die Postposition között verwendet werden.

hét és nyolc óra között zwischen sieben und acht Uhr
reggeli és libapecsenye között zwischen Frühstück und Gänsebraten



(Un-)Gewollte ZeitlängenBearbeiten

Es gibt Handlungen, die sich sehr in die Länge ziehen können, sei es nun zum Genuss oder aber zum Verdruss. Um diesen Umstand entsprechend zu würdigen, bildet man im Deutschen Wörter, die mit einem Zeitbegriff anfangen und mit "-lang" aufhören.

Dies wird im Ungarischen auch so gemacht, nur dass man hier den entsprechenden Zeitbegriffen das Suffix -számra anhängt. Alternativ kann auch die Postposition hosszat nachgestellt werden.

Das Suffix -számra auf seinen Ursprung hin zu untersuchen, ist keine große Hilfe. számra bedeutet "auf die Zahl", "auf die Ziffer", "auf die Nummer", ergibt also nicht viel Sinn in diesem Zusammenhang. Wohl deshalb ist es zu einem Suffix geworden, um dieser Wortschöpfung die Eigenständigkeit zu nehmen.

Bei hosszat sieht es etwas anders aus. Es handelt sich hierbei um den Akkusativ von hossz (die Länge). Da dieses auf ein Substantiv folgt, sieht etwa óra hosszat ein wenig wie eine Besitzkonstruktion aus. Vielleicht war es das ursprünglich auch einmal.
Ein paar Beispiele:

óraszámra, óra hosszat stundenlang
napszámra, nap hosszat tagelang
hétszámra wochenlang

hét hosszat ist ungebräuchlich. Stattdessen kann man alternativ egy hétig sinngemäß für "eine Woche lang" benutzen.



Kleine aber feine Unterschiede bei den (un-)gewollten ZeitlängenBearbeiten

Wie schon gesehen, tauchen einiges Suffixe und Postpositionen der Ortsbestimmung auch bei den Zeitbestimmungen wieder auf, teilweise in etwas erweiterter Form.

So verhält es sich auch bei den Suffixen -n/-on/-en/-ön. Sie stehen ja für die Ortsbeziehung "sich auf etwas befinden".

Zusammen mit den Postpositionen át oder keresztül können ebenfalls jene eben erwähnten "-lang"-Worte gebildet werden.

Allerdings handelt es sich hier um Vorgänge, die eine ganze Zeitperiode umfassen. Während -számra und hosszat eher unbestimmten Charakter haben und Zeitlängen charakterisieren, die sich jederzeit abspielen können, haben die Bildungen auf -n/-on/-en/-ön + át /keresztül ganzheitlichen Charakter. Sie drücken aus, dass eine Handlung sich über einen ganzen Zeitraum hinweg erstreckte.

egy életen át, egy életen keresztül ein (ganzes) Leben lang
egész nyáron át, egész nyáron keresztül den ganzen Sommer hindurch


Werden diese Ergänzungen allerdings für Mehrzahlformen benutzt, erhalten die Ausdrücke wieder unbestimmten Charakter:

egy órán keresztül eine ganze Stunde lang
órákon keresztül stundenlang

át und keresztül entsprechen beide der deutschen Präposition "durch". Sie sind im Zusammenhang mit Zeitangaben gleichwertig. Auch für Ortsbestimmungen, für die wir im Deutschen "durch" benutzen, sind beide Worte fast gleichrangig im Wert.



FristenangabenBearbeiten

Und noch eine weitere Ableitungsform mit -n/-on/-en/-ön ist möglich.
Zusammen mit dem Adverb belül (innen) ergeben sie die ungarische Entsprechung für die Zeitbegriffe "binnen" und "innerhalb".

Die Frage lautet in diesem Fall: Mennyi időn belül? (Innerhalb welcher Zeit?).
Die entsprechenden Antworten, die dann hoffentlich auch nicht zu sehr von der sich abzeichnenden Wahrheit abweichen, sehen dann etwa so aus:

Egy héten belül elkészül. Binnen einer Woche ist es fertig.



Letzten Endes folgen nun noch ein paar Umstandswörter der Zeit, die sehr häufig vorkommen:

soha nie, niemals
néha manchmal
valaha einst, jemals
soká lange
örökké ewig, immer
többé nem nicht mehr
többé soha nie mehr
az előbb vorher, eben
az imént eben, gerade
későn spät
korán früh
nyomban sogleich
rögtön sofort
tüstént gleich
azonnal sogleich



Besonderheiten in Bezug auf das JahrBearbeiten

Ein paar Besonderheiten hat sich die ungarische Sprache in Bezug auf das Jahr als Zeitbezug erlaubt, für die es im Schriftdeutschen keine eigenständigen Worte sondern nur Umschreibungen gibt. In einigen deutschen Dialekten aber existieren eigene Formen für diese ungarischen Ausdrücke:

az idén dieses Jahr
tavaly voriges Jahr
jövőre nächstes Jahr

Bei idén ist der Artikel az vorangestellt. Er darf beim Gebrauch dieser Wendung nicht fehlen.



Ein bestimmter Artikel statt vieler WorteBearbeiten

Eine andere Angewohnheit des Ungarischen ist es, Ausdrücke wie "den letzten", "den vergangenen" oder auch "den kommenden" etc. einzig und allein durch den bestimmten Artikel auszudrücken.

Hol voltál az este? Wo warst du gestern Abend?
Az éjjel rosszul aludtam. Die (letzte) Nacht habe ich schlecht geschlafen.
A télen sokat fáztunk Im letzten Winter haben wir viel gefroren.
Majd a nyáron! Erst im kommenden Sommer!

... denn dass es sich um etwas vergangenes oder kommendes handelt, geht schon aus der Zeitform des Verbs hervor. Insoweit kürzt die ungarische Sprache in diesem Falle ein wenig ab. Das Beispiel mit der schlecht geschlafenen Nacht zeigt auch, dass es so ähnlich auch im Deutschen funktioniert, ist aber doch immer vom Sinnzusammenhang her abhängig.




Und damit wären nun auch die Zeit-UB abgehandelt. Es folgt eine Zusammenfassung:

Suffix / Postposition Fallname deutsche Entsprechnung
-val/-vel Instrumental mit + Dativ
-kor Temporal um + Akkusativ (Zeitpunkt)
-ig ???

bis (Ende eines Zeitraumes oder einer Strecke);
für + Akkusativ (nur in Bezug auf Zeitangaben)

-tól/-től ??? von (Beginn eines Zeitraumes oder einer Strecke)
-nként
-nta/-nte
Distributiv temporal pro, jeder, -lich (Adjektive für Zeitangaben)
óta ??? seit + Dativ
múlva ??? in, nach + Dativ (nur für Zeitangaben!)
közben ??? während + Genitiv
során
folyamán
??? im Laufe + Genitiv
alatt ???

in, nach + Dativ (bezogen auf Gesamtheit der Zeitdauer)

während, im Laufe + Genitiv (bezogen auf Gesamtheit der Zeitdauer)

körül ??? (etwa/ungefähr) um + Akkusativ; rationaler Charakter
tájt
táján
tájban
??? (etwa/ungefähr) um + Akkusativ; bildhafter Ausdruck
felé ??? gegen + Akkusativ (Einbruch einer Tageszeit)
előtt ??? vor + Dativ (für Vorangegangenes!)
után ??? nach + Dativ (für Nachfolgendes!)
-val/-vel + előtt ??? vor + Dativ (Vorangegangenes mit relativen Zeitangaben)
között ??? zwischen + Dativ
-számra
hosszat
??? -lang (Adjektive mit Zeitbezug)
-n/-on/-en/-ön + át/keresztül ??? -lang (Adjektive mit Zeitbezug; als Einzahlform auf eine ganze Zeitperiode bezogen)
-n/-on/-en/-ön + belül ??? -binnen, innerhalb + Genitiv




Jenachdem, wie man nun zählt, kommt man auf 20 bis 25 Umstandsbestimmungen der Zeit, von denen einige bereits von den Ortsbestimmungen her bekannt sind und größtenteils in ihrer Bedeutung mit den Ausdrücken im Deutschen vergleichbar sind.

Zählt man also diese 25 Umstandsbestimmungen der Zeit zu jenen 42 des Ortes dazu, kommt man nunmehr auf die stolze Zahl von 67 Umstandsbestimmungen. Und es fehlen immer noch jene für die Art und Weise, auch Modalbestimmungen genannt. Und das sind auch nicht wenige.

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